D1.1 Junioren stark in Niendorf
Dienstag, den 29. Dezember 2009 um 14:00 Uhr

D1.1 starker Auftritt in Niendorf

Starker Auftritt in Niendorf

Nach der ersten Auflage im vergangenen Jahr lud der Niendorfer TSV am 27.12.09 erneut zum Go-for-Goal-Cup in die Soccer-Halle Bönningstedt an der westlichen Hamburger Stadtgrenze zu einem hochklassig besetzten U 13-Turnier für 16 Mannschaften ein.

Es erschien das Who-is-who der Hamburger Fußballszene im Jg. 97: ESV Einigkeit Wilhelmsburg als Vorjahressieger, TuS Berne als aktueller Hamburger Hallenpokalsieger, HSV, SV Lieth, SC Condor, SC Concordia, Eimsbütteler TV, Vorwärts Wacker Billstedt sowie der Gastgeber mit zwei Teams, so dass der (inoffizielle) Untertitel des Turniers „Hamburg Indoor Masters für U 13 Teams“ wirklich nicht unpassend war. Lediglich der FC St. Pauli hatte keine Zusage für eine Teilnahme geben mögen. Ergänzt wurde das Teilnehmerfeld durch Spitzenvereine der umliegenden Bundesländer: TuS Komet Arsten Bremen, VfB Oldenburg, KSV Holstein Kiel, TSV Kleinburgwedel (b. Hannover), VfB Lübeck und erstmalig Buchholzer FC.

Auch wenn so mancher Erwachsene sich fragte, ob Hallensoccer“ noch etwas mit Fußball zu tun habe, schlägt man eine Einladung, in einem solch illustren Kreis mitspielen zu können, einfach nicht aus. Es wurde mit vier Spielern plus Torwart auf zwei 30 x 15 m großen Kunstrasenfeldern mit Rundum-Bande und Netzkäfig gespielt. Der Ball konnte nie ins Aus gehen ! Die Schiris waren dazu angehalten, bei möglichen Fouls an der Bande sehr konsequent durchzugreifen.

Jede Mannschaft absolvierte sechs, die acht Mannschaften, die sich nach der Vorrunde als Erster oder Zweiter der vier Gruppen durchgesetzt hatten, sogar sieben Spiele (á neun Minuten).

Der BFC ging beim dritten Turnier der Wintersaison zum dritten Mal mit einer anderen Formation in den Wettbewerb. Da der etatmäßige Torhüter fehlte und niemand anderes mochte oder konnte, stellte sich zur Überraschung seiner Mitspieler, der Trainer und der begleitenden Eltern der so gerade aus einer Fußverletzung zurückkehrende Jakob Nordlohne ins Tor.

Die Jungs von Trainer Koray und Mehdi „pflegten“ ihren Ruf, Turniere eher beschwerlich zu starten. Im ersten Gruppenspiel gg. den VfB Oldenburg hätte man sich über ein 0 : 4 oder höher nicht beklagen dürfen. So aber stand mit dem 1 : 1 (nach dem Prinzip: ein Torschuss – ein Treffer) der erste Punkt auf der Habenseite. (der VfB sollte sich hiervon nicht mehr erholen und wurde im weiteren Verlauf mit ähnlich unglücklichen Ergebnissen zum Schluss Turnier-16.).

Die Hallo-wach-Ansprache der Trainer war im zweiten Gruppenspiel deutlich spürbar, in dem der SC Condor letzten Ende ungefährdet mit 1  : 0 besiegt werden konnte. Der BFC hätte in diesem Spiel etwas für das Torverhältnis tun können. Condor wurde in der Endabrechnung Turnier-10.

Im letzten Gruppenspiel zwischen dem BFC und der ersten Mannschaft des TSV Niendorf durften beide Mannschaften nicht verlieren, um den Einzug in die Hauptrunde der besten Acht nicht zu verpassen bzw. um nicht Condor den Vortritt lassen zu müssen. Beiden Mannschaften reichte ein Unentschieden. Wem hier die Erinnerung an die WM 1982 und an das Nicht-Fußballspiel zwischen Deutschland und Österreich kommt, dem ist klar eine Absage zu erteilen; denn beide Mannschaften „schenkten“ sich nichts: während der BFC Zweidrittel des Spiels dominierte und einen größeren Vorsprung ausließ, war dem Gastgeber des Turniers das letzte Drittel vorbehalten (der NTSV 1 wurde in der Endabrechnung Turnier-4.).

Das Turnierziel musste nun revidiert werden. Vor dem Turnier war bei der Anzahl an hochkarätigen Teilnehmern ein Platz zwischen 11 und 14 für denkbar gehalten worden, jetzt sah sich der Betreuer der BFC-Buben mit Platz sieben am Ziel aller Träume.

Im ersten Spiel der Zwischenrunde, die für alle Vereine wieder mit null begann, traf der BFC auf einen der großen Turnierfavoriten, den ESV Einigkeit Wilhelmsburg, der in seiner Vorrundengruppe den vielleicht größten Favoriten, HSV, mit 1 : 0 bezwungen konnte. Die Elbinsulaner wurden ihrem Ruf gerecht und ließen dem BFC beim 3 : 0 keine wirkliche Chance, das Ergebnis ein wenig freundlicher zu gestalten. Möglicherweise war das Spiel vom BFC schon vorher aus Respekt vor den bisherigen Ergebnissen des Gegners im Kopf „abgeschenkt“ worden.

Wenn Punkte zu machen waren, so sollten diese im zweiten Spiel gegen den KSV Holsten Kiel zu holen sein, gegen den der BFC vor einem Monat bei einem anderen Turnier in einer rassigen Partie mit 3 : 1 gewonnen hatte. Erwartung und Erinnerung schienen anfangs jedoch eher Belastung als Motivation zu sein; denn der BFC geriet schnell mit 0 : 2 in Rückstand. Doch die Himmelblauen ließen, von den Trainern dazu „ermutigt“, die Köpfe nicht hängen, kamen tatsächlich noch einmal in dieses Spiel zurück und wendeten es in der Schlussphase mit dem 3  : 2 komplett (Kiel wurde abschließend Turnier-7.)

Und wieder hatte das finale dritte Spiel einen Endspielcharakter: mit einem Sieg gegen den Eimsbütteler TV hätten die Himmelblauen das Spiel um das kleine Finale erreicht. Der ETV brauchte hingegen einen Sieg gegen den BFC mit vier Toren Unterschied, um aufgrund des Torverhältnisses an Einigkeit Wilhelmsburg vorbei zu ziehen. Eine Sensation bahnte sich an, als der BFC mit 1 : 0 in Führung ging… doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf, der ETV glich nicht nur aus, sondern ging auch in Führung und spielte sich geradezu in einen Rausch, dem der BFC ideen- und tatenlos nur zusah. Der Showdown hätte nicht besser inszeniert werden können und wurde selbst von einem Armbruch ihres Goalgetters nur unterbrochen, aber nicht aufgehalten, als nahezu mit dem Schlusspfiff das 5 : 1 für die Jungs aus Eimsbusch fiel…

Das Spiel um Platz fünf gegen den VfB Lübeck spiegelte noch einmal den Turnierverlauf für den BFC an diesem Tage mit seinen Aufs und Abs wider: nach der 1 : 0 – und 2 : 1 – Führung fing sich der BFC kurz vor Schluss den Ausgleich ein und das Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Keeper Jakob Nordlohne war es vorbehalten, den Reigen zu eröffnen und hatte bei seinem Schuss, bei dem er seinen Kontrahenten „tunnelte“, das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Lübeck verwandelte danach, doch Lennard Sefeke brachte die Seinen sicher wieder in Führung. Beim zweiten Schuss des VfB blieb Jakob bis zum letzten Augenblick stehen und guckte sich den Schützen aus – mit Erfolg ! Mannschaftskapitän Glenn Lentvogt machte anschließend mit dem dritten Treffer für den BFC den „Sack zu“.

Das Finale gewann „dank“ der „Unterstützung“ durch den BFC… der ETV mit 2 : 0 gegen den HSV, Dritter wurde der ESV Einigkeit Wilhelmsburg.

Auch wenn die Art und Weise einige Wünsche übrig ließ, reichten die Ergebnisse schließlich und der BFC erzielte mit dem fünften Platz im Endklassement dieses Turniers ein Spitzenergebnis und war beste Nicht-Hamburger Mannschaft !

Für den BFC liefen bei diesem Turnier auf: Jakob Nordlohne, Glenn Lentvogt, William Pohl, Lennard Sefeke, Jan Eberharter, Julius Allzeit, Finn und Ole Schwieger.

Vor Beginn der Hinspiele der Vorrunde zur Hallenkreismeisterschaft am 10.01.10 wird die D 1.1 des BFC ein weiteres Turnier spielen, welches ähnlich stark besetzt sein wird und spannende Spiele verspricht, und zwar am 02.01.10 beim Hallensoccer-Cup 2010 des FC Rastede (bei Oldenburg in Oldenburg), wo im 20er Starterfeld wieder starke Hamburger Mannschaften und z.B. auch zwei Nachwuchsteams von Vereinen aus der niederländischen Ehrendivison antreten werden.

 

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