| Fußballplatz statt Kaserne |
| Sonntag, den 30. November 2008 um 14:11 Uhr |
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Jeder bei der Musterung als tauglich befundene hat sich irgendwann zwischen Zivildienst oder Bundeswehr zu entscheiden. Doch durch die vielen neuen verschiedenen Möglichkeiten den Zivildienst abzuleisten steigt die Begeisterung für diese Wahl immer weiter an. Es gibt heutzutage viele Angebote, wo man seinen Zivildienst ableisten kann, so auch beim Buchholzer Fußball Club ( BFC ). Auch dieses Jahr hat der BFC drei frischen Abiturienten die Möglichkeit gegeben statt dem Umgang mit der Waffe den Umgang mit Kinder und Jugendlichen zu erlernen. Das so genannte „Freiwillige Soziale Jahr“ (kurz:’’FSJ“) macht es Möglich. Das FSJ bietet eine Chance seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, das Erfahren von Gemeinschaft und die Möglichkeit unsere Gesellschaft mitzugestalten. Statt sich neun Monate beim Bund durchzukämpfen hat man die Wahl auf zwölf Monate voller Nützlicher und nicht nur vom finanziellen Faktor gesehen lohnenswerter Arbeit mit Kindern. Fußball ist die beliebteste Sportart Deutschlands, den Nachwuchs zu fördern ist eine wichtige Aufgabe, die sich der Buchholzer FC sehr zu Herzen nimmt. Mit seinen 22 Jugendmannschaften ist er mittlerweile einer der Vereine mit den meisten Jugendmannschaften des Landkreises Harburg. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Verein die Hilfe von neuen jungen aber auch ausgebildeten Betreuern gut gebrauchen kann. Damit die Förderung des Kinder / Jugendfußballs auch erfolgreich durchgeführt werden kann, sind ausgebildete Trainer, die für mehr Spaß, Freude und Erfolg sorgen können, sehr wichtig. Leider fehlen mittlerweile vielen Vereinen die so dringend benötigten ehrenamtlichen Helfer und Förderer, somit ist die Unterstützung durch FSJler so enorm hilfreich.In diesem Sinne haben alle drei derzeitigen „FSJ´ler“ des BFC, Tim Abromeit, Jan-Moritz Herzberg und Tobias Milz in der NFV-Sportschule in Barsinghausen an dem Lehrgang zum C-Lizenz Trainer im Breitenfußball teilgenommen. Bei dieser interessanten Ausbildung haben sie die erforderlichen Kenntnisse zum Betreuen von Jugendmannschaften erlernt und sich mit abschließenden Prüfungen den C-Übungsleiterschein erarbeitet. Zur Ausbildung ist es notwendig die120 Lerneinheiten (LE = 45 Minuten) verteilt auf 15 Tage, sowie einen 16-stündigen Erste Hilfe Kurs zu absolvieren. Das Bestehen der Ausbildung setzt sich aus einer schriftlichen, einer mündlichen und einer praktischen Überprüfung zusammen. Doch soll dies nicht die einzige Ausbildung für die drei neu ausgebildeten Trainer sein. Jan-Moritz Herzberg hat bereits im Anschluss zum C-Übungsleiterschein den Lehrgang zum C-Lizenz-Trainer im Leistungsfußball absolviert und hat somit die erste Stufe im Trainer-Lizenzsystem des DFB bestiegen. Er ist somit ausgebildet alle Juniorenmannschaften bis zur Regionalliga, alle Frauenteam außer in der Bundesliga und alle Amateurmannschaften bis zur Niedersachsenliga zu betreuen. Die drei nun ausgebildeten Jugendfußballtrainer betreuen jeweils mindestens zwei Mannschaften und arbeiten noch mit ihre tatkräftigen Unterstützung im weiteren Vereinsbetrieb mit. Hierzu zählen Tätigkeiten die denen eines Platzwartes oder Jugendobmanns entgegenkommen. Diese Aufgaben reichen vom Kreiden und Mähen der Plätze, sowie der Instandhaltung des Vereinsheimes bis hin zur Organisation von Turnieren und vielem anderen rund um den Spielbetrieb. Auch im nächsten Jahr will der BFC wieder neue FSJ’ler aufnehmen und so aufs neue jungen Menschen die Möglichkeit eröffnen ihre Zeit sinnvoll in Verbindung mit ihrem Hobby, dem Fußball, zu investieren. Dies gilt natürlich nicht nur für männliche Jugendliche die auf der Suche nach einem Ersatz für die Bundeswehr sind, sondern auch für alle die, an einem Freiwilligen Sozialen Jahr interessiert sind und sich gerne mit dem Kinder / Jugendfußball beschäftigen. |






